Klinische Untersuchungen

Compoflow®

Dynamische Wärmestrom-Differenz-Kalorimetrie dentaler Komposite

Inaugural-Dissertation der Universität Regensburg von Marcus Werner, 2001
In dieser Studie wurde das allgemeine polymerisationsverhalten von lichthärtenden Composites und deren Modifikationen mittels DSC untersucht. Diese Technik wurde benützt, um mit dynamischen Versuchen die Polymerisationswärme, die Reaktionskinetik und die Konversionsrate zu beurteilen. Bei CompoFlow konnte im Gegensatz zu einigen anderen Materialien kein erneuter Polymerisationsvorgang festgestellt werden, der darauf schließen lässt, dass ein gewisser Restmonomergehalt bzw. verbliebene freie Doppelbindungen trotz vorheriger vorschriftsmäßiger Polymerisation vorhanden waren. Diese Materialien besitzen somit ein gewisses toxikologisches Potential und der klinische Einsatz sollte streng abgewogen werden.

Klinische Studie mit Hybridglasionimerzement, Kompomer- und Kompositfüllungen in Klasse V-Kavitäten

Universität, München, Prof. Dr. R. Hickel . Dtsch Zahnärztl. Zeitschr. 52 (1997) Heft 8
Verfärbungen der Füllungen traten jedoch bei den Untersuchungen bei Glasionomerzementen und Kompomeren signifikant häufiger auf als bei Kompositen. GIZ zeigten sich wegen schlechter Farbstabilität, Ausbildung von Craquellee-Sprüngen und geringer Abrasionsbeständigkeit am wenigsten für Klasse-V Füllungen geeignet. Die Studie zeigt deutlich, daß im Bereich von Klasse-V Kavitäten ind keilförmigen Defekten die Komposit-Dentinadhäsiv Kombination, wie Compoflow und Adect, Kompomeren und GIZ-Materialien überlegen ist.

Klinische Kriterien für die erfolgreiche Komposite-Aushärtung

Dr. Eduardo Mahn, Samaya Clinics, zm 101, Nr. 4 A, 16.2.2011, (410)
Zitat/Schlussfolgerung: "Die Polymerisation von dentalen Komposits ist ein hochkomplexer Vorgang. Der Kliniker muss sich der Einschränkungen und der Faktoren, die diesen Prozess beeinflussen, bewusst sein. LED-Lichtgeräte wurden über die Jahre stark verbessert, allerdings müssen sie sich einer neuen Herausforderung stellen: dem Breitbandspektrum, das benötigt wird, um moderne hochästhetische Komposits, die andere Initiatoren als Campherchinon, (Lucirin TPO), verwenden, stellen. Manche Hersteller haben bereits damit begonnen, die dritte Generation der LEDs zu produzieren wie polywave LED - mit vielversprechenden Ergebnissen. Dafür hinaus ist es zwingend notwendig, dass die LED-Geräte mit einem Lichtleiter ausgestattet sind. Der Lichtleiter sollte idealerweise parallelwandig sein und einen Durchmesser vom 10 mm aufweisen. Auf Turbo-Lichtleiter sollte verzichtet werden sofern das Lichtgerät genug Energie erzeugt, um auch bei Distanz einen unnötigen Verlust an Intensität zu verhindern. Nach vielen Jahren der Forschung zeichnet sich ab, dass äusserst ausgeklügelte Polymerisationstechniken den Schrumpfungsstress nicht eliminieren können und dass modulierte Techniken klare Vorteile bieten. Die "Soft-Start" Polymerisationsmethode stellt dabei den besten Kompromiss zwischen der Belichtungszeit und einer Reduktion des Schrumpfungsstresses dar."


Matrizentechnik – physiologische Gestaltung approximaler Kontaktflächen im Front-und Seitenzahnbereich


Ltd. OA, Priv.--Doz. Dr. med. dent. Michael J. Wicht Poliklinik für Zahnerhaltung und

Paradontologie in Köln

Ldt.OÄ, Prof. (apl.) Dr. med. dent. Diana Wolff

Matrizentechnik, Teilmatrizen, Kontaktpunktgestaltung, Kastenelevationstechnik,

R2-Technik


Die Kontaktpunktgestaltung bei adhäsiven Klasse-II-Restaurationen ist im klinischen Alltag nicht selten eine Herausforderung. Bei weit offenen Approximalräumen kann der Kontaktpunkt in den seltensten Fällen mit einer klassischen Ringmatrize wiederhergestellt werden. Als Standard wird derzeit die Verwendung von zervikal verkeilten,
konturierten Teilmatrizen aus Metall oder Kunststoff in Kombination mit einem Separierring angesehen. Besonders schwierige klinische Situationen wie beispielsweise eine zervikale Kavitätenbegrenzung auf Knochenniveau lassen sich heutzutage ebenfalls direkt adhäsiv unter Einsatz einer Kastenelevationstechnik, der sogenannten R2-Technik,
behandeln. Für die Versorgung approximaler Frontzahndefekte stehen neben Planmatrizen ebenfalls konturierte Teilmatrizen zur Verfügung.


Quintessenz 2016;67(4):375-384

Culmat®

 

Adhäsive Stumpfaufbaumaterialien aus Komposit - das ideale Aufbaumaterial?

Universitätsklinik Heidelberg, Poliklinik für zahnärztliche Prothetik, OA Dr. Th. Stober, BZB/Juli/Aug/03/BLZK&KZVB

Fazit/Schlußfolgerung: "Adhäsiv verankerte Stumpfaufbauten: substanzschonend, risikoarm, leistungsfähig. Vor dem Hintergrund dieser Untersuchungen bieten adhäsiv verankerte Stumpfaufbauten die Möglichkeit, substanzschonender zu arbeiten, da keine mechanischen Unterschnitte präpariert werden müssen und parapulpäre Stifte oder endodontische Behandlungen zum Einbringen von Wurzelkanalstiften zur Retentionsverbesserung vermieden werden können. Die höheren Kosten eines Kompositmateriales gegenüber GIZ sollten sich durch eine geringere Anzahl notwendiger Neuanfertigungen von Aufbaufüllungen durch primäre Retentionsverluste oder Kronenstumpffrakturen amortisieren. Zusammenfassend läßt sich feststellen, dass mit adhäsiv verankerten Stumpfaufbauten aus Komposit leistungsfähige Aufbaumaterialien zur Verfügung stehen, mit denen auch stärker zerstörte Zähne substanzschonend und risikoarm vor der Überkronung aufgebaut werden können."

 

Härte- und Festigkeitsverhalten von Glasionomerzementen


Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik, Freiburg.U. Soltész, M. Leupolz. Dtsch Zahnärztl. Zeitschr. 48, 237-241 (1993) 4
Geprüft wurden die Produkte Ketac Silver, Ketac Fil, Chemfil II, Fuji II. Die Ergebnisse zeigen, daß Glasionomerzemente wegen ihrer begrenzten Festigkeitswerte kein uneingeschränkter Ersatz für Komposite und Amalgam sein können. Der Indikationsbereich muß sich nach diesen Messungen auf weitgehend unbelastete Füllungen beschränken. (Dies betrifft somit selbstverständlich auch die Anwendung als Stumpfaufbaumaterial).

Die Haftung verschiedener Kompositaufbauten an Titanwurzelstiften

Universitätsklinik Hamburg, Abt. für Zahnerhaltungskunde, I. Nergiz, U. Platzer. Dtsch Zahnärztl. Zeitschr. 50, 447-450 (1995) 6
Als Aufbaumaterial sind generell Makrofüller- bzw. Hybrid-Komposite (wie Culmat/LC/AT/) vorzuziehen, da Sie an Titanwurzelstiften sowohl mit als auch ohne Beschichtung im Vergleich zu inhomogenen-Kompositen am stärksten haften.

CronDur® plus

Aus der Poliklinik für zahnärztliche Prothetik der Justus-Liebig-Universität Gießen


Sandra Schierz


Farbbeständigkeit temporärer Kronen- und BrückenmaterialienIn ihrer am 27.04.2011 publizierten Dissertation hat sich die Autorin mit der Farbbeständigkeit von temporären Kronen- und Brückenmaterialien beschäftigt. Die Autorin kommt in ihrer Arbeit zu folgenden Schlussfolgerungen:

  1. Die Farbbeständigkeit wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst: die Zusammensetzung des Materials, die Farblösung und die Lagerungszeit.
  2. Aqua dest., Coca Cola und Zitronensäure haben selbst bei langer Lagerungszeit keinen Einfluss auf die Farbveränderung. Curcuma, Kaffee und Rotwein verändern bereits nach kurzer Lagerdauer die Farbe von temporären K & B-Werkstoffen. Nach langer Lagerungszeit in Tee kann ebenfalls eine erhöhte Verfärbungstendenz auftreten.
  3. Die Farbstabilität dieser Materialien ist abhängig von den Gegebenheiten im Mundmilieu.
  4. Verfärbungen können durch regelmäßige Mundhygienemaßnahmen (Zähne putzen) vorgebeugt oder sogar verhindert werden.

Urn:nbn:de: hebis:26-opus-81030

Tectosan

Schmelzschonende Bracketadhäsivbefestigung


I. Barteczko, H. Fischer-Brandies, H.-K. Albers

Einfluss der Schmelzkonditionierung auf die Schmelzmorphologie und die Haftfestigkeit von Brackets. DZZ 61 (2006)
Buoncore führte 1955 die Säureätztechnik ein, die dann in den 70iger Jahren Eingang in die Zahnmedizin fand. Die Befestigung von kieferorthopädischen Brackets ließ sich mit dieser Technik leicht bewerkstelligen, hat aber den Nachteil, dass ein irreversibler Schmelzverlust von ca.2 my eintritt. Mit der Einführung selbstkonditionierender Primersysteme in die Zahnheilkunde eröffnete sich die Möglichkeit mit deren Einsatz auch zu testen, ob diese für die Bracketbefestigung geeignet sind.

Wie Untersuchungen aus der Universitätsklinik Kiel zeigten, sind diese schmelzschonenden Systeme durchaus geeignet, den Einsatz mit 37%iger Phosphorsäure zu ersetzen, da nicht nur eine geringere Schädigung der Schmelzoberfläche beobachtet wird, sondern auch eine signifikante Verkürzung der Arbeitsschritte erfolgt.

Mit dem Bracketadhäsivsystem Tectosan steht Ihnen ein erprobtes Material zur Verfügung, das eine optimale und sichere Befestigung der Brackets auf der Schmelzoberfläche garantiert.

Brackethäsive - Debonding

„Einfluss von Konditionierung und Politur auf die Schmelzoberflächenrauheit. Eine In-vitro-Studie“


Clinic of Orthodontics and Pedodontics, Dental School, University of Basel, Switzerland Department of Orthodontics, Ludwig Maximilian University, Munich, Germany
Zur adhäsiven Bracketbefestigung ist heute nach wie vor die 37%ige Phosphorsäure üblich, jedoch finden immer mehr selbstkonditionierende Primer Anwendung, die die Schmelzareale schonen, da der Substanzverlust durch die Säureätzung, Bracketentfernung und der nachfolgenden Politur 20 bis 50 µm betragen kann. Bei hochgefüllten Bracketadhäsiven wurden Schmelzausrisse von 100 µm beobachtet, so können teilweise sogar 160 µm der Schmelzoberfläche abgetragen werden. ( Diedrich, Bracket-Adhäsivtechnik in der Zahnheilkunde). Am besten werden Brackets mit der Weingart-Zange entfernt und die verbleibenden Reste zuerst mit einem Hartmetallfinierer geglättet. Arkansassteine oder Sandpapier sind für die Adhäsivreduktion nicht geeignet. Heute empfehlen wir die Anwendung von Karbid-Finierern sowie grüne Gummipolierer mit anschließender Bimssteinpolitur. In ihrer Studie beschäftigen sich die Autoren mit der Schmelzoberflächenrauheit nach unterschiedlichen Konditionierungs- und Politurverfahren. Dabei wird die Technik und Anwendung der Air-Abrasion im Vergleich mit Karbid-Finierern beschrieben, wobei keine signifikanten Unterschiede in der Oberflächenrauheit festgestellt werden konnten, jedoch aufgrund der höheren Effizienz, die Methode zur Entfernung von Adhäsivresten mit Karbid-Finierern empfohlen wird.

(JOrofac Orthop 2011; 72:61-67)

Faserverstärkte Wurzelstifte

Wurzelkanalstifte aus faserverstärktem Komposit

Prof. Dr. Jürgen Manhart, Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie München, ZMK, Jg. 28, Ausgabe 4 (April 2012)

Zitat/Schlussfolgerung: "Da Wurzelkanalstifte die Festigkeit noch vorhandener Hartsubstanz endodontisch behandelter Zähne nicht steigert, sondern im Gegenteil über den durch die Stiftbettbohrung verursachten zusätzlichen Substanzverlust zu einer Schwächung beitragen, aber andererseits in vielen Fällen bei stakem Zerstörungsgrad der klinischen Krone immer noch unverzichtbar für die langfristige Retention des Aufbaus sind, sollte ein System gewählt werden, welches aufgrund biomimetischer Eigenschaft die Gefahr einer Wurzelfraktur minimiert. Adhäsiv befestigte Wurzelkanalstifte aus glas- oder quarzfaserverstärktem Komposit führen unter Belastung zu einer homogeneren Spannungsverteilung als Stifte aus Metall oder Zinkonoxidkeramik und verfügen gleichzeitig über vorteilhafte optische Eigenschaften. Bisher liegen erst relativ wenige klinische Studien zu metallfreien Stiftsystemen vor; diese sind jedoch vielversprechend. Es gibt allerdings bei den verschiedenen faserverstärkten Wurzelstiften erhebliche Unterschiede in der mechanischen Belastbarkeit. Dessen sollte sich der Bahndler bewusst sein, um nach gründlicher Recherche ein geeignetes Stiftsystem auszuwählen."

Dynamische Wärmestrom-Differenz-Kalorimetrie dentaler Komposite


1. M. Dimitrouli, W. Guertsen, A-K. Lührs,
Klinik für Zahnerhaltung, Paradontologie und Präventive Zahnheilkunde, med. Hochschule Hannover
Fasserverstärkte Wurzelkanalstifte: Systeme und Verarbeitung – eine Übersicht. DZZ 2011; 66 (3)
2. K. Bitter, A.M. Kielbassa, R. Weiger, G. Krastl Die Befestigung faserverstärkter Wurzelkanalsstifte. Quintessenz 2010; 61 (1): 35-45

Moderne Wurzelstiftsystem aus Glasfaser und Carbon haben gegossene Stiftaufbauten, die in der Vergangenheit das Mittel der Wahl für den Abschluss der endodontischen Behandlung waren, weitgehend verdrängt. Diese modernen Stiftsysteme beugen einer Wurzelfraktur vor und zeichnen sich durch hohe ästhetische und biomechanische Eigenschaften aus.
M. Dimitrouli weist in ihrer Arbeit darauf hin, dass in den allermeisten Studien die adhäsive Befestigung von Glasfaserstiften gegenüber der konventionellen , nichtadhäsiven Befestigung bevorzugt werden sollte, da sich dadurch zum einen die Insertionstiefe reduziert und im Vergleich zu konventionell zementierten metallbasierten Stiftsystemen das Risiko einer Perforation und auch einer Wurzelfraktur vermindert.

Mit unserem Wurzelstiftsystem BonaFit schaffen Sie eine stabile, biokompatible Einheit zwischen Wurzelstift, Dentin und Aufbaukomposit.

Zahnfleischpflege mit Q10

EFFECTS OF TOPICAL APPLICATION OF CoQ10 IN PATIENTS WITH GENGIVITIS: A PILOT STUDY

Littarru C., Occipite Di Prisco M., D’Ambrini R., Lajolo C., Deli G.
Periodontal Department, Università Cattolica del Sacro Cuore Policlinico “A. Gemelli” – Roma (Poster 2009)

Discussions and Conclusions (Diskussion und Schlußfolgerung der Studie)
"Our results suggest a multiple action of CoQ10 on inflamed gingival tissues at several levels: antioxidant and mitochondrial. The antioxidant activity determines a reduction of inflammatory molecules present in periodontal tissues and an important changement of reduction potential in gingival sulcus that perhaps could significantly interfere with the formation of plaque biofilm and bacterial proliferation. CoQ10 activity inside mitochondria reflects its role in ETS and in oxidative phosphorylation process: the greater availability of ATP improves bloody vessels tonicity and the efficiency of reparation process. To confirm those results we need more studies."

Einfluss von Antioxidantien auf chronische Parodontitis

"Der Zusammenhang zwischen Parodontitis und Ernährung ist unbestritten".
Dr. Andreas Erber, Molekularbiologe, von der Gesellschaft zur Information über Vitalstoffe und Ernährung e.V. Parodontologie Nachrichten Nr. 3,2011 Interview PN, Auszug

PN: "Haben auch Spurenelemente einen Einfluss auf Zahnbettentzündungen?"
Dr. Erber "Ja, teilweise im Zusammenspiel mit anderen Mikronährstoffen:
Die Wirkung von Vitamin E ist abhängig von ausreichend Vitamin
C, Coenzym Q10, Selen und Zink. Zink ist zudem wichtig für
das Immunsystem und für die Wundheilung. Coenzym Q10 stimuliert
das Zellwachstum und fördert den Heilungsprozess bei
Wunden; Letzteres gilt auch für Selen – es ist ein starkes Antioxidans
und unterstützt die Immunabwehr. Zudem wirkt es synergistisch
mit Vitamin E. Ein Mangel an Selen erhöht das Risiko für Zahnfleischentzündungen
um ein Vielfaches."

Protecto®

In-vitro-Untersuchungen zum zytotoxischen Potenzial von Versiegelungsmaterialien für Glattflächen

Sieger im Test zum zytotoxischen Potenzial von Versiegelungsmaterial für Glattflächen. (JOrofac Orthop 2015: No. 1)

In-vitro-Untersuchungen zum zytotoxischen Potenzial von Versiegelungsmaterialien für Glattflächen.

(Sebastian Zingler, Byron Matthei, Annette Kohl, Daniel Saure, Björn Ludwig, Katja Diercke, Christopher J. Lux, Ralf Erber)

http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00056-014-0269-x

Insgesamt wurden in der Universität Heidelberg, Kieferorthopädische Abteilung, 20 Produkte getestet:

Protecto® und Protecto® F waren die einzigen Präparate, die kein zytotoxisches Potenzial aufwiesen.

SULK II Retrationspaste

Zelluläre Verträglichkeit xylometazolihydro-choridhaltiger gingivaler Retraktionsmedien

©Deutscher Ärzte-Verlag/DZZ/ Deutsch Zahnärztliche Zeitschrift/2016;71(1)



Ziel der vorliegenden Studie war, es die zelluläre Verträglichkeit von 2 unterschiedlichen XY-LO-Präparaten ( Otriven und MAOT aus der Eigenherstellung), die sich in ihrer chemischen Zusammensetzung unterscheiden, unter Verwendung von Primärzellkulturen humaner Gingiva, die bei chirurgischen Eingriffen entnommen wurden, in 4 verschiedene Kontrollinterventionsgruppen vergleichend zu untersuchen. Für die Studie wurden Fibroblasten (4,5 x 10¯5 pro ml) verwendet, die sich zwischen11. und 14. Passage befanden. Die Inkubationszeit mit den Präparaten betrug 10 min. Reaktion auf die zur Anwendung gekommenen Präparate wurden angelehnt an die EN ISO-Norm 7405:1997 im Hinblick auf pathologische Zellveränderungen 24 und 48 h nach Inkubation der Versuchsansätze. Im Begasungsbrutschrank bei 37 °C und einer Luftfeuchtigkeit von 95% sowie bei einem 4,0%igen CO2-Luftgehalt ermittelt. Dabei wurden 4 verschiedene Präparatekonzentrationen mit direktem Gewebekontakt histomorphlogisch und metrisch hinsichtlich ihrer Wirkung auf die Parameter der normalen, veränderten und toten Zellen untersucht und der Zellkontrolle gegenübergestellt. Die Anzahl der untersuchten Proben betrug n = 160, die statistische Auswertung erfolgte mittels des Kruskal-Wallis Mutible-Compraison Z-Value Tests bei einem p-Wert< 0,05.

Ergebnis: Zwischen den untersuchten XYLO-Präparaten konnte kein signifikanter Unterschied festgestellt werden. Sie wiesen jedoch signifikant mehr oder weniger veränderte Zellen auf, als das untersuchte aßVEGRA-Präparat (gingival Retraktionsflüssigkeit). MAOT als Kombinationspräparat ( aVEGRA und ACGRA) schnitt zuzüglich beim Parameter tote Zellen signifikant besser ab, als das untersuchte aßVEGRA-Retraktionsmedium. Die histomorphologischen Befunde untermauern die Ergebnisse.

Schlussfolgerung: Unter der Limitation der vorliegenden Studie scheinen beide XYLO-Präparate hinsichtlich der ermittelten Toxizitätsparameter prinzipiell als Retraktionsmedien geeignet. Weitere zukünftige Untersuchungen, die beispielsweise die physiologischen Leistungen der >Zellen, Darreichungsformen ohne Konservierungsmittel, welche mit protektiven Zusatzstoffe versehen sind, und die verschiedenen Einwirkzeiten der Präparate thematisieren, sind jedoch entscheidend für die Beurteilung.

BonaBond

Scherhaftfestigkeit von kieferorthopädischen Metall- und Keramikbrackets

Vergleich auf unterschiedlichen zahnärztlichen Restaurationsmaterialien unter Verwendung des Universal-Primers Monobond®Plus

Thomas Ebert – Laura Elsner-Ursula Hirschfelder-Sebastian Hanke

Department of Orthodontics of Erlangen Medical

J Orofac Orthop (2016) 77:73-84

Ziel unserer Untersuchung war es, die Scherhaftfestigkeit und das Abscherverhalten von Metall- und Keramikbrackets auf verschiedenen Restaurationsmateralien unter Verwendung des Univeral-Primers Monobond®Plus zu untersuchen.

Material und Methodik Es wurden 6 verschiedene Restaurationsmaterialien untersucht: Komposit (Clearfil Majesty™ Posterior, Kuraray Noritake Dental, Hattersheim am Main , Deutschland), Glaskeramik (IPS Empress® Esthetic, Ivoclar Vivadent, Ellwangen Deutschland), Oxidkeramik (CORiTEC Zr transpa Disc, imes-icore, Eiterfeld, Deutschland) 2 NEM Nichtedelmetall)-Legierung (remanium®star, Dentaurum, Ispingen, Deutschland und Colado® CC, Ivoclar Vivadent, Ellwangen, Deutschland) und eine Edelmetall-Plaladium-Legierung Callisto® 75Pd, Ivoclar Vivadent, Ellwangen, Deutschland). Als Kontrollgruppe dienten extrahierte Rinderschneidezähne, Es wurden Metall- (discoverv®) und Kermaminkbrackets (discovery® pearl, beide Dentarum) verwendet. Die Oberfläche der Restaurationsmaterialien wurden sandgestrahlt und mit dem Universal-Primer Monobond® Plus (Ivoclar, Vivadent, Liechtebstein) vorbehandelt. In Anlehnung an die DIN 13990-2 erfolgten die Scherhaftfetigkeitsprüfung und die Analyse des Bruchverhaltens (ARI).

Ergebnis Für die Metallbrackets wurden die höchsten mittleren Scherkrafthaftfestigkeitswerte bei den Gruppen Glaskeramik (68,61 N/mm²) und Komposit (37,58 N/mm²) erreicht. Der niedrigste Mittelwert zeigte sich hingegen bei der NEM- Legierung Colado® CC(14,01N/mm²). Bei Betrachtung der Keramikbrackets ergaben sich die höchsten Mittelwerte bei der Gruppe Glaskeramik (63,36 N/mm²), der geringste Wert bei der Palladiumlegierung (38,48 N/mm²). Sowohl hinsichtlich der Scherfestigkeit als auch der ARI („adhesive remnant index“) konnten signifikante Unterschiede zwischen Metall- und Keramikbrackets (p < 0,05) festgestellt werden. Bei den Gruppen Komposit und Glaskeramik kam es während des Abschervorgangs bei beiden Brackettypen zur Fraktur der Probekörper. In Kombination mit Metallbrackets konnte bei lichtundurchlässigen Restaurationsmateriallien eine nur unvollständige Polymerisation des Adhäsivs nachgewiesen werden kann.

Schlussfolgerung Der Universal-Primer Monobond® Plus konnte auf allen Restaurationsmaterialien für beide Brackettypen hohe Scherhaftfestigkeitswerte erzeugen. Beider Komposit- und Glaskeramikgruppe kam es beim Schervorgang zur Fraktur der Probekörper und teilweise zu kohäsiven Ausrissen, weshalb der klinische Einsatz auf diesem Material nicht empfohlen werden kann.

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